Coils selbst wickeln – so funktioniert es garantiert

Coil selbst wickeln

Selbst das beste Liquid taugt nichts, wenn die verwendete Hardware den eigenen Anforderungen nicht entspricht. Eine einfache Möglichkeit, ein Dampfvergnügen auf höchstem Niveau zu erleben, bietet der Umstieg von sogenannten Fertig-Coils auf Selbstwickler. Als Herzstück eines jeden Verdampfers ist das Coil massgeblich an der entstehenden Dampfmenge und dem Geschmackserlebnis beteiligt. Welche Werkzeuge ihr fürs Selbstwickeln benötigt, welcher Draht welche Eigenschaften besitzt und wie genau ihr dabei vorgehen müsst, erfahrt ihr hier.

Welche Werkzeuge und Hilfsmittel benötigt man?

Neben einer ruhigen Hand und ein wenig Fingerfertigkeit benötigt ihr einige Werkzeuge, um das Coil selbstständig und fachgerecht zu wickeln:

  • Wickeldraht
  • Watte
  • Zange oder Seitenschneider
  • Wickelhilfe oder Schraubenzieher
  • Schraubendreher zum Ausbau und Einbau des Coils
  • Pinzette

Welches Material eignet sich für die Coil?

Nicht nur die Bauart einer E-Zigarette, auch das verwendete Material für die Coil hat Einfluss auf die Dampfbarkeit und den Geschmack. Welches Material sich für euch eignet, hängt von euren persönlichen Vorlieben ab. Während Kanthal als leicht zu verarbeitendes und günstiges Material gerne verwendet wird, kann Nickel allergische Reaktionen auslösen und neigt zu Überhitzungen. Drähte aus Edelstahl hingegen eignen sich dank des hohen Schmelzpunktes und der schnellen Aufheizzeit für höchste Qualitätsansprüche.

Drähte findet man in verschiedenen Stärken, meist angegeben in der amerikanischen Masseinheit GA oder AWG. Ein höherer Wert spricht für eine dünnere Coil und letztlich einen höheren Widerstand. Grundsätzlich sorgt ein niedriger Widerstand für ein schnelles Aufheizen der Spule, einen intensiven Geschmack und eine starke Dampfentwicklung. Als Wickelwatte zur Liquid-Aufnahme eignen sich sowohl handelsübliche Baumwolle als auch Hanf-Wolle oder Edelstahldochte.

Wie wickelt man Spulen richtig?

Möchtet ihr eine E-Zigarette bestellen und enthält der Verdampfer bereits eine Fertig-Coil inklusive Watte, greift ihr zur Entfernung der alten Watte aus der Spule zur Pinzette. Durch das Lösen der Befestigungsschrauben am Verdampfer lässt sich die Spule abmontieren. Zum Wickeln der neuen Spule greift ihr zum Schraubenzieher mit einem Durchmesser zwischen zwei und vier Millimetern. Wie viele Wicklungen ihr benötigt, hängt vom verwendeten Material, der Drahtdicke und dem gewünschten Widerstand ab. Ein warmer Draht lässt sich einfacher verarbeiten. Achtet darauf, dass sich die Windungen nicht überlappen und stramm gewickelt sind.

Auf die richtige Positionierung der Coil kommt es an

Den grosszügig bemessenen Überstand des gewickelten Drahts führt man durch die Laschen im Verdampfer. Durch Andrehen der Schrauben lässt sich das neue Coil befestigen. Optimalerweise sitzt die Spule möglichst mittig und gerade im Verdampfer. Eine nahe am ”Airflow” positionierte Spule sorgt für einen intensiven Geschmack beim Dampfen. Mit einer Zange lässt sich der Überstand nun abkappen. Überstehender Draht sollte keinesfalls in Kontakt mit dem Gehäuse kommen, um einem Kurzschluss vorzubeugen. Der Verdampferkopf lässt sich nun auf den Akkuträger montieren. Glüht die Drähte durch das Betätigen der Feuertaste aus. Ziel ist ein gleichmässiges Glühen der Spule. Justiert mit einer Pinzette den Draht, bis die Spule richtig ausgerichtet ist.

So befestigt ihr die Watte an der Spule

Von eurem Wattepad schneidet ihr einen Streifen mit einer Breite eines Zentimeters und zehn Zentimetern Länge ab. Die Oberseite und Unterseite der Watte entfernt ihr für einen besseren Liquidfluss. Leicht eingedreht führt ihr den Wattestreifen durch die Spule und lockert die Watte an beiden Enden auf. Entfernt die Enden, sodass sie die Liquidkanäle erreichen und mindestens mit der Breite des Verdampfers abschliessen.

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