Nikotin bei der E-Zigarette – wie viel ist optimal?

Nikotin bei der E-Zigarette

Grundsätzlich gilt: Je mehr ihr früher geraucht habt, desto mehr Nikotin sollten eure Liquids enthalten. Der Nikotingehalt wird im allgemeinen Handel nach fünf Stärken unterteilt:

  • 0mg/ml: Ganz ohne Nikotin. Wenn ihr langjährige Dampfer seid und nur noch das “Dampfgefühl” mögt, könnt ihr darauf zurückgreifen.
  • 3mg/ml: Minimaler Nikotingehalt. Für Leute, die nur die gelegentliche Zigarette weglassen möchten.
  • 6mg/ml: Moderater Nikotingehalt. Geeignet, wenn ihr Gelegenheitsraucher seid, aber nicht mehrere Päckchen am Tag geraucht habt.
  • 12mg/ml: hohe Nikotin-Dosierung. Solltet ihr starker Raucher sein, braucht ihr auch einen entsprechenden Ausgleich.
  • 18mg/ml: sehr hochdosierter Nikotingehalt. Eine so hohe Dosierung braucht ihr nur, wenn ihr mehrere Päckchen am Tag geraucht habt oder eine sehr leistungsschwache E-Zigarette benutzt.

Soweit zu den Grundlagen. Diese Empfehlungen dienen aber nur einer ersten Orientierung – wie viel ihr wirklich am Ende des Tages benötigt, ist sehr individuell. Auch, welche E-Zigarette ihr benutzt, spielt eine entscheidende Rolle. Nikotinstärken ab 12mg/ml werden im Allgemeinen nur starken Rauchern empfohlen.

Nikotin und die Dampfentwicklung

Wenn ihr gerade mit dem Rauchen aufhört und mit dem Dampfen anfangt, ist eure erste Anschaffung höchstwahrscheinlich eine “Cig-a-like”. Dabei handelt es sich um eine kleinere, anfängerfreundliche E-Zigarette ohne viele Anpassungsmöglichkeiten. Solche Geräte simulieren ein authentisches Rauch-Gefühl, mit entsprechendem Zugwiderstand und einer Dampfentwicklung, die dem Rauch-Volumen einer Zigarette ähnlich ist. Da die Leistung gering ist, muss der fehlende Dampf mit etwas mehr Nikotin ausgeglichen werden.

Sub-Ohm dampfen

Habt ihr schon etwas mehr Dampf-Erfahrung, seid ihr mit Sicherheit schon über den Begriff “Sub-Ohm” gestolpert. Hier kommt ein wenig Physik ins Spiel – je weniger (Strom-) Widerstand euer Verdampfer hat, desto niedriger der “Ohm”-Wert. Ist der Wert unter 1 Ohm, spricht man eben vom “Sub-Ohm”-Dampfen. Merken könnt ihr euch aber einfach: Je niedriger der “Ohm”-Wert, desto mehr Leistung braucht der Verdampfer und desto mehr Dampf entwickelt sich. Bei Verdampfern mit einer enormen Dampfentwicklung muss das Nikotin entsprechend reduziert werden – doppeltes Dampf-Volumen, halbe Nikotin-Stärke. Kommt ihr also von einer schmalen E-Zigarette mit 15 Watt und steigt auf einen Verdampfer mit 80 Watt um, könnt ihr euer Nikotin gut und gerne von beispielsweise 12mg/ml auf etwa 6mg/ml reduzieren.

Nikotin-Flash und Throat-Hit

Von der Zigarette seid ihr einen gewissen Druck im Hals (beim Dampfen: “Throat-Hit”) gewohnt, gefolgt von – gerade bei der ersten Morgen-Zigarette – einem Nikotin-Flash. Um dieses Gefühl beim Dampfen zu bekommen, müsst ihr euren individuellen, optimalen Nikotingehalt herausfinden. Dabei gilt es die Balance zu halten, um den gewünschten Throat-Hit zu erreichen – aber ohne, dass es zu einem unangenehmen Kratzen wird. Dabei hilft nur: ausprobieren. Aber hangelt ihr euch an den oben beschriebenen Richtwerten entlang, steht dem erfolgreichen Umstieg nichts mehr im Weg.

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